Bis Ende 2026 müssen Heizzähler digital sein. Wer die Frist versäumt, zahlt drauf. Was jetzt zu tun ist…

Die Digitalisierung der Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung ist keine Zukunftsfrage mehr, sondern gesetzliche Pflicht. Bis spätestens 31. Dezember 2026 müssen in Deutschland alle Heizkostenverteiler, Wärmezähler und Warmwasserzähler fernauslesbar (digital) sein. Eigentümer, die diese Frist verpassen, riskieren finanzielle Nachteile – und unnötigen Ärger mit Mietern.

Doch was genau ist vorgeschrieben, wen betrifft die Regelung und warum lohnt es sich, jetzt zu handeln?

Gesetzlicher Hintergrund: Heizkostenverordnung (HKVO)

Die Pflicht zur digitalen Messtechnik ergibt sich aus der novellierten Heizkostenverordnung, die die EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) umsetzt. Ziel ist mehr Transparenz beim Energieverbrauch, eine fairere Kostenverteilung und letztlich eine Reduzierung von CO₂-Emissionen.

Seit 2022 dürfen in Neubauten und bei Geräteaustausch nur noch fernauslesbare Messgeräte installiert werden. Für Bestandsgebäude gilt eine Übergangsfrist – diese endet Ende 2026.

Wen betrifft die Umrüstung?

Die Regelung betrifft:

  • Vermieter von Wohn- und Gewerbeimmobilien
  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
  • Eigentümer gemischt genutzter Gebäude

Kurz gesagt: Alle Gebäude mit verbrauchsabhängiger Heizkostenabrechnung.

 

Was passiert, wenn die Frist versäumt wird?

Wer nach dem 31.12.2026 noch nicht umgerüstet hat, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen:

  • Kürzungsrecht der Mieter: Heizkostenabrechnungen dürfen um bis zu 3 % gekürzt werden
  • Rechtsunsicherheit: Abrechnungen können anfechtbar sein
  • Zusätzliche Kosten: Eilige Nachrüstungen sind oft teurer als geplante Maßnahmen
  • Imageverlust: Fehlende Transparenz wirkt sich negativ auf das Mietverhältnis aus

Unterm Strich: Nichtstun wird teuer.

 

Vorteile digitaler Heizzähler – über die Pflicht hinaus

Die Umstellung bringt nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern auch handfeste Vorteile:

  • Keine Wohnungsbegehungen mehr zur Ablesung
  • Monatliche Verbrauchsinformationen für Mieter (gesetzlich vorgeschrieben)
  • Frühzeitige Erkennung von Verbrauchsauffälligkeiten
  • Mehr Transparenz und geringere Streitigkeiten bei Abrechnungen
  • Grundlage für energetische Optimierung des Gebäudes

Digitale Messsysteme sind damit ein wichtiger Baustein moderner, effizienter Immobilienbewirtschaftung.

 

Was Eigentümer jetzt konkret tun sollten

Auch wenn 2026 noch „weit weg“ scheint – die Erfahrung zeigt: Je früher, desto besser. Empfohlen wird folgendes Vorgehen:

  1. Bestandsaufnahme durchführen
    Welche Zähler sind verbaut? Sind sie bereits fernauslesbar?
  2. Umrüstungsbedarf prüfen
    Alte Geräte mit Ablaufdatum oder ohne Funkmodul identifizieren
  3. Dienstleister vergleichen
    Abrechnungsunternehmen und Messdienstleister bieten unterschiedliche Systeme und Vertragsmodelle
  4. Zeitplan festlegen
    Umrüstung idealerweise bei turnusmäßigen Geräteaustauschen bündeln
  5. Mieter informieren
    Transparente Kommunikation beugt Rückfragen und Konflikten vor

 

Jetzt handeln spart Geld und Nerven

Die Umstellung auf digitale Heizzähler ist keine bloße Formalität, sondern ein zentraler Schritt hin zu mehr Effizienz, Transparenz und Rechtssicherheit. Eigentümer, die frühzeitig planen, vermeiden unnötige Kosten und profitieren von modernen Abrechnungsprozessen.

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